Stand der Dinge | Herbst 2017

Die ersten beiden Jahre der Kampagne sind vor allem mit dem Strukturausbau und Pilot- oder Modellprojekten für die wichtigsten Bedarfe in den jeweiligen Themenfeldern gewidmet. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird sukzessive auf- und ausgebaut, hier ist es uns wichtig, die alltägliche Lebensrealität queerer Menschen in Niedersachsen wahrnehmbar zu machen und nicht einfach eine schicke Image-Kampagne ins Leben zu rufen, die an der Oberfläche bliebe.

Die ersten Modellprojekte sind in der zweiten Jahreshälfte 2017 gestartet oder starten demnächst. Hierzu zählen:

  • Ausbau des Landesnetzwerks QNN – Queeres Netzwerk Niedersachsen, Aufbau des Netzwerks QJN – Queere Jugend Niedersachsen (in Kooperation mit dem LJR – Landesjugendring)
  • Forschungsprojekte zur Geschichte der Diskriminierung und zur gegenwärtigen Situation von LSBTIQ*
  • Kommunale Projekte (Übernahme in die kommunale Finanzierung ab 2019+ wird dabei angestrebt)
  • Einrichten einer inter-Beratungsstelle sowie Auf- und Ausbau der Trans*-Beratung (teilweise Übernahme in kommunale Finanzierung angestrebt)
  • Aufbau queerer Zentren in Oberzentren, Mittelstädten und im ländlichen Raum (Übernahme in die kommunale Finanzierung ab 2019+ angestrebt)
  • Gesundheit lesbischer, bisexueller und queerer Frauen* in Niedersachsen und Aufbau queerer Gesundheitsläden

2018 werden weitere Pilot- und Modellprojekte aus dem Katalog der 74 Handlungsempfehlungen von Trägerinstitutionen und -vereinen konzipiert, beantragt und auf den Weg gebracht.

Nun wird es langsam Zeit, über die Nachhaltigkeit der Investitionen und die Planungssicherheit der Kampagne über 2018 hinaus zu sorgen. Der Landeshaushalt wird immer nur jährlich verabschiedet werden. Politische Entscheidungen hierzu werden bereits früher und an anderer Stelle getroffen. Mit den Landtagswahlen stehen Koalitionsverhandlungen an, bei denen Grundsatzentscheidungen über die gesamte Legislatur getroffen werden.